#008 - Mission "Coverup"

Mission "Coverup"

Die Lackierung sitzt.

Nachdem die Metallarbeiten länger gedauert haben, ging die Lackierung des Containers vergleichsweise schnell vor sich.

 

Im Rahmen von Mission "Coverup" ging es mir letztlich um zwei Punkte: Schutz der Box vor Rost durch Witterungseinflüsse und natürlich auch um ein ansehnliches Äußeres des Containers

 

Aus rein praktischen Gesichtspunkten wäre es am einfachsten mit Pinseln zu streichen - geht schnell, kommt auch in die letzten Ecken, ergibt aber leider eine ungleichmäßige Oberfläche.

Am anderen Ende der Skala befindet sich die Behandlung mit der Lackierpistole - glatte und gleichmäßige Oberfläche, kommt auch gut in die Ecken ist aber relativ teuer und hinterlässt den typisch feinen Lack-Nebel, der sich ohne (in diesem Fall riesige) Lackierkabine überall absetzt und definitiv nicht gesundsheitsfreundlich ist.

Lackierung mit der Schaumrolle

Als relativ kostengünstige und dennoch "gut akzeptable" Alternative entschied ich mich (nach Tests) für eine zweistufige Lösung: Behandlung der unzugänglichen Stellen mit einem kleinen Pinsel, um danach mit einer Schaumrolle die größeren Flächen zu lackieren.

Die so bearbeiteten Flächen erweisen sich zwar nicht ganz so glatt wie die ursprüngliche Lackschicht des Containers, bieten aber ein gleichmäßiges Bild und ist nur beim genauen hinsehen zu entlarven.

 

Als Farbe kam der originale Containerlack im korrekten RAL-Farbton zum Einsatz, der auch bei Reparaturen an Containern, die sich im Transport-Einsatz befinden, verwendet wird.

 

Um einen guten Haftgrund zu schaffen, habe ich die zu lackierenden Bereiche als erstes abgeklebt, leicht angeschliffen und dann abgewaschen und getrocknet. 

Die Vorbereitungen erwiesen sich dabei auch wieder als aufwändiger als die eigentliche Lackierung. Das ist unter anderem auch darauf zurückzuführen, dass sich die Arbeitsbereiche über die gesamte Länge der Box erstreckten und ich auf dem Gerüst einiges an "Weg" zurücklegen musste. 

Das Ergebnis

Wie bereits erwähnt bin ich mit dem erzielten Ergebnis (glatte Oberfläche) optisch zufrieden.

Natürlich hatte ich erwartet, dass sich durch die Lackierung der "Look" der während der Stahlbaumaßnahmen verunstalteten Bereiche beruhigen würde. Dass dies so gut gelingt und der Container trotz der Anpassungen noch immer seine technische Struktur & Architektur aufweist - die ich sehr reizvoll finde - freut mich sehr.

 

Außerdem sollte der Container nun auch für die nächsten Jahrzehnte jeglicher Witterung trotzen können, insbesondere wenn man bedenkt, dass der Containerlack einen Schutz auch unter deutlich härteren Bedingungen bietet. Die Boxen sind beim Transport per Schiff dem salzhaltigem Meereswasser direkt über lange Zeiten ausgesetzt und überstehend auch Beschädigungen (Kratzer / Dellen / etc.), die beim Handling auftreten, einige Jahre lang ohne Probleme (der Corteen-Stahl rostet dabei dann auch nur äußerlich und bis zur Durchrostung vergeht deutlich mehr Zeit als bei herkömmlichen Baustahl).

Das deutsche Klima sollte im Vergleich dazu kein Problem darstellen. 

Im nächsten Schritt geht es nun an die Inneren Werte: der Bau der Innenwände (Holzständer) beginnt. Mehr dazu gibt es natürlich im nächsten Artikel - und bin ich selbst gespannt, wie lange dieser Arbeitsschritt dauert.

 

Wie immer an dieser Stelle lege ich denjenigen von euch meine Mailing-Liste ans Herz, die unterrichtet werden wollen, wenn sich Neuigkeiten ergeben.